FRIAUL in 3 TAGEN

 

Am letzten Pfingstferientag in aller Frühe setzten sich zwanzig Schülerinnen der 3A mit Frau Prof. Marizzi  und  KV Prof. Zanon – in den Alpenland-Bus zu unserem Chauffeur und Reisebegleiter Thomas, der uns zuerst nach Spilimbergo führte, wo wir eine beeindruckende Führung durch die dortige Mosaikschule genossen. Wir durften sogar in zwei Klassen gehen und die Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs beobachten, wie sie an ihren Abschlusswerken arbeiteten. Den nächsten Aufenthalt gab es in Palmanova, doch dort spazierten wir nur durch die Outlet-Center-Stadt, wo wir vom Regen überrascht wurden. Nach dem Staunen und Shoppen fuhren wir nach Triest und checkten im Hotel im Zentrum ein. Nach einer Ruhepause aßen wir gemeinsam in einer Trattoria und ließen die Stadt im Dämmerschein auf uns wirken.

 

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Am nächsten Morgen holte uns Thomas mit dem Bus ab. Von Duino bis Sistiana gibt es einen wunderschönen Waldweg entlang der Küste, den sogenannten Rilke-Weg, auf dem der in Prag geborene deutsche Lyriker Rainer Maria Rilke (1875–1926) während seiner Italienaufenthalte auf Schloss Duino zwischen 1912 und 1922 gewandelt sein soll. Die berühmten Duineser Elegien, ein Gedichtzyklus, der in dieser Zeit entstanden ist, haben die Umgebung weltweit bekannt gemacht. Mein Versuch, die Mädchen auf diesem Sentiero Rilke mit dem berührenden Dinggedicht „Der Panther“ vertraut zu machen und ihnen seine sprachliche und tiefe innere Schönheit näherzubringen, scheiterte kläglich. Auch der Spaziergang selbst führte uns leider in die Wildnis: Mitten im Weg stoppte uns eine zwei Meter hohe Sperre und wir landeten im Dickicht. Nach einer Weile drehten wir um und stießen auf unseren Chauffeur Thomas, der sich bereits auf die Suche nach uns gemacht hatte und mit dessen Hilfe wir letztendlich sicher in Sistiana landeten. Das nächste Abenteuer erwartete uns in der Grotta Gigante, einer der größten Tropfsteinhöhlen der Welt, die 1840 entdeckt worden war. Anschließend besuchten wir den Wohnsitz des Habsburgers Maximilian I. und seiner Frau Charlotte von Belgien, das Castello di Miramare, dessen prunkvolle Räumlichkeiten alle faszinierten. Beim Miramare-Quiz auf der Rückfahrt nach Triest glänzten die Schülerinnen mit ihrem Wissen. In Triest strömten alle in unterschiedliche Richtungen – schließlich war es die letzte Möglichkeit, diese ehemalige Habsburger-Stadt, die seit 1919 an Italien angegliedert ist, für sich zu erkunden.

 

Tags darauf hieß es auschecken und ab nach San Daniele in die Prosciutteria Dok Dall’Ava, in der uns die einzelnen Schritte zur Entstehung des echten San Daniele Schinkens erklärt wurden und wo wir im angeschlossenen Ristorante ein köstliches Mittagessen genossen – natürlich nicht ohne den berühmten Prosciutto! Die letzte Station unserer Italienexkursion führte uns nach Cividale auf das Weingut Zorzettig. Nach einer Führung der Juniorchefin, die sich uns abwechselnd auf Deutsch, Englisch und Italienisch verständlich machte, und einer kurzen Weinverkostung traten wir die Heimreise an. In ca. drei Stunden waren wir wieder in Lienz – keine weite Reise, die wir unternommen haben, aber die Eindrücke waren vielfältig und die kulturelle Bedeutung unseres Nachbarlandes ist uns wieder einmal eindrücklich bewusst geworden.
cmzanon