AMSTERDAM 2017

 

Endlich war es so weit: Unser Bus fuhr von der Autobahn ab und dieses Mal nicht, um eine weitere Pause an einer Raststätte einzulegen, sondern – der Name der Ausfahrt verriet es – um uns zu unserem endgültigen Ziel zu bringen.


Wie schon eine 4. Klasse im Jahr zuvor haben sich auch heuer die 4A und 4B der HLW Lienz auf die weite Reise nach Amsterdam gemacht. Doch sobald die ersten roten Backsteinhäuser mit den verträumten Balkonen und wunderschönen Blumen in Sicht kamen, waren die Strapazen der 15-stündigen Busfahrt schon wieder (fast) vergessen und wir freuten uns auf eine unvergessliche Woche in der verträumten Stadt. Und als wollte sie uns noch einmal extra für die lange Anreise entschädigen, empfing uns die Stadt mit strahlendem Sonnenschein, den wir, nachdem wir im Hotel Meininger unsere Zimmer bezogen hatten, am weitläufigen Strand von Zandvoort am See genossen.

 

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Das Wetter verschlechterte sich dann zwar von Tag zu Tag, das trübte unsere Laune allerdings nicht wirklich, denn die Lebensfreude und Freundlichkeit der Amsterdamer ist ansteckend und schon am zweiten Tag lernten wir zwei sehr nette Amsterdamer kennen: unseren Stadtführer, der uns mit viel Witz und interessanten Geschichten die schönsten, geschichtsträchtigsten und auch eigentümlichsten Ecken Amsterdams vorstellte. Den zweiten Einheimischen, der uns mit seiner Fröhlichkeit überzeugte, lernten wir ebenfalls während der Stadtführung kennen. Es war der Bauer des Rembrandt-Hofes, der uns die Herstellung des typischen niederländischen Käses und der charakteristischen Holzschuhe nahebrachte. Im hofeigenen Souvenirshop wurden dann fleißig Mitbringsel und vor allem der leckere Käse gekauft, der dann die restliche Woche im Bus vor sich hin reifte … Doch wie uns der gewiefte Bauer versprochen hatte, hielt sich der Käsegeruch tatsächlich in Grenzen. Der Stadtführer setzte uns dann am späten Nachmittag beim Anne Frank-Haus ab, wo wir uns Gott sei Dank nicht an der elendslangen Touristenschlange anstellen mussten, sondern einfach durch den Gruppeneingang schlüpfen durften, um in die Welt der Anne Frank einzutauchen.


Am Mittwoch stand der Besuch des Van Gogh-Museums an und zu unserer Freude gehören die klassischen Museumsführungen inzwischen selbst ins Museum und die Audioguides sind im Trend. So konnte jeder selbst entscheiden, wie gründlich sein Museumsbesuch ausfallen sollte. Die Museumsmuffel nutzten nach der Besichtigung der Highlights diesen Umstand aus und genossen einen gemütlichen Kaffee im Museumscafé. Obligatorisch bei einem Besuch im Museumsviertel ist natürlich auch das Fotomachen beim I-AMsterdam-Sign, was sich auf Grund konkurrierender Touristen als gar nicht so einfach herausstellte. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu den Amsterdamer Foodhallen. In einer ausgedienten Remise haben sich hier zahlreiche Stände niedergelassen, die Köstlichkeiten aus aller Welt anbieten. Der Nachmittag stand uns dann zur freien Verfügung, was wir zum Flanieren durch die verwinkelten, von Fahrrädern gesäumten Gassen, zum Shoppen und zum Ausprobieren von niederländischen Spezialitäten nutzten. Einige besuchten auch die Amsterdamer ICE-Bar, in der man seine Drinks mit einem dicken Parka ausgestattet bei -10° Celsius „genießen“ konnte – Winterfeeling mitten im Sommer garantiert!


Am Donnerstag stand ein weiterer Museumsbesuch an – diesmal ging es ins Rijksmuseum. Und auch hier übte das Museumscafé auf einige stärkere Anziehungskraft aus als die Ausstellungsstücke der niederländischen (Kunst-)Geschichte. Am Nachmittag hieß es dann „Schiff-ahoi!“ und im Rahmen der Grachtenrundfahrt hatten wir die Möglichkeit, das Venedig des Nordens noch einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wer zu Land und zu Wasser noch immer nicht genug von Amsterdam gesehen hatte, der wagte sich anschließend noch auf den Amsterdam-Tower, um von einer Riesenschaukel in 100 Metern Höhe den Ausblick auf die Stadt aus der Luft zu genießen und dabei Abschied zu nehmen.


Am Freitag hieß es nämlich früh aufstehen, schnell frühstücken und schnell mit dem Gepäck zum Bus. Damit war es mit „schnell“ aber auch schon wieder vorbei, denn einige Staus auf der deutschen Autobahn verzögerten unsere Heimreise etwas. Erschöpft, aber mit einer Tasche voller neuer Eindrücke und schöner Erinnerungen kamen wir dann schließlich nach 17 Stunden Fahrt wieder zu Hause an.


Besonders bedanken möchten wir uns bei unseren Lehrerinnen Frau Walder, Frau Zanon und Frau Hölzl, die uns mit viel Geduld und Vertrauen auf dieser schönen Reise begleitet haben.


Anna Huber, 4B